Vollkommen verschlafen....
Nach Monaten voller Stress, Umzug und Jobwechsel nach Berlin, hat es mich nun erwischt. Eine Erkältung hat mich aus dem Verkehr gezogen und ich bin für eine Woche zur Ruhe verdammt.
Nun kann man nicht 24 Stunden am Tag liegen und der Tagesrhytmus kommt vollkommen aus dem Tritt. Heute habe ich bis 17 Uhr geschlafen - habe den ganzen Tag noch nichts richtiges gegessen und habe den Nachmittag mit einer Nudelsuppe begonnen.
Danach fühlte ich mich um einiges besser. Die letzten verbliebenen Umzugskartons in meinem Wohnzimmer fingen mich dann an zu nerven. Ich habe es tatsächlich geschafft, von den letzten 8 gleich 4 auszupacken und die Klamotten wegzuräumen. Dabei fiel mir erneut auf, dass sich einiges in die Kisten geschmuggelt hatte, dass schon on Dortmund auf den Müll gehört hätte.
Mein Hausrat wird somit immer kleiner, je mehr ich von dem Zeug wegwerfe, desto befreiter fühle ich mich. Es kommt mir vor, als würde ich mich von längst überflüssigem Ballast trennen. Wenn alle Kartons ausgepackt sind, werde ich nochmal einen ""Rundgang" durch meine Schränke vornehmen, ich gehe fest davon aus, dass ich auch dort noch überflüssiges habe, dass ich wirklich nicht mehr brauche.
Am stärksten wird das mein Kleiderschrank zu spüren bekommen. Dort hängen noch einige gute Sachen, die mir aber schon seit Monaten nicht mehr passen. Hier werde ich mal sehen, ob ich damit Freunde, Arbeitskollegen oder die Kleidersammlung damit beglücken werde.
Vom Alltag noch weit entfernt
Nicht nur wegen der vielen Umzugskartons, auch wegen der vielen Dinge, die noch abschließend in Dortmund zu klären sind, kann ich ich diesen Monat nicht von einem Alltagsleben in Berlin reden.
Meine Hauptbeschäftigung ist und bleibt erstmal der Job. Abends, wenn ich gegen kurz nach 19:00 Uhr in meiner Wohnung bin, ist dann auch nicht mehr viel möglich. Immerhin muss ich alles daran setzen, dass die Kartons leer werden, Das kommende Wochenende bin ich dann mal wieder in meiner bisherigen Heimat Dortmund.
Dort bin ich mit Freunden und Arbeitskollegen zur Cranger Kirmes in Herne verabredet. Wenn mir vor 5 Monaten jemand gesagt hätte, dass ich 600 km durch Deutschland fahre, um ein paar Stunden auf eine Kirmes zu gehen - ich hätte ihn ausgelacht.
Die Sichtweise ändert sich, man passt sich den jeweiligen Umständen doch besser und schneller an, als ich gedacht hätte.
Ansonsten ist eigentlich alles beim alten. Tagsüber gehe ich halt zur Arbeit, und in meiner Freizeit hänge ich vor dem PC - ich scheine unfähig mich einfach mal unter Menschen zu begeben, um meiner Einsamkeit zu entfliehen.
Das habe ich nun davon
Das letzte Wochenende galt komplett dem Umzug (Bilder folgen im Laufe der Woche) von Dortmund nach Berlin. Mein größter Dank gilt hier Toby und seinem Freund Sascha, ohne deren Hilfe ich den Umzug nicht hätte bewerkstelligen können.
Bis zu letzt haben die Beiden in Dortmund mit dem Umzugs-Unternehmen die alte Wohnung geleert und sind dann direkt zu mir nach Berlin gekommen. Die zwei haben sich regelrecht den Arsch aufgerissen, damit am Wochenende ein wenig Zeit für Sightseeing und Kino blieb.
Nun bin ich also nach Berlin gezogen, von knapp 60 Umzugskisten ist noch ein knappes Dutzend auszupacken, wobei ich nicht weiß, wo ich die Sachen noch alle einräumen soll. Immerhin habe ich meinen Hausstand von rund 90 auf 53 qm verkleinert. Mehr als die Hälfte meiner Sachen ist schon in Dortmund entsorgt worden, dennoch habe ich eine ganze Menge Dinge, von denen ich mich nicht trennen will oder kann.
Der Rest der Woche ist also dem weiteren Auspacken und Wegräumen gewidmet, alles selbstverständlich nach der Arbeit.
Immer mehr umgibt mich das Gefühl, dass ich in meinem neuen Umfeld nicht lange heimisch sein werde. Ausgerechnet in ein Viertel einem sehr hohen Anteil rechtsextremer Gesinnungsgenossen hat es mich verschlagen. Ich werde also im kommenden Jahr zusehen, dass ich die Wohnung innerhalb von Berlin wechseln werde. Prio 1 ist allerdings - wie immer in den letzten 10 Jahren - der Job. Danach kommt das einleben und daran gewöhnen, dass man nun in einer vollkommen neuen Umgebung ist - weit weg von den besten Freunden die es auf der Welt gibt.
Ein Tag in Berlin....
Manchmal ist es zwar einfacher jemanden zu Fragen der sich auskennt, aber das hätte zur Folge gehabt, dass der Tag nur halb so interessant gewesen wäre.
2 Stunden lang bin ich von Weddig aus gemütlich in Richtung Alexanderplatz geschlendert, immer auf der Suche nach einem günstigen Haarsschnitt. Frisöre fan ich auf meinem Weg genug, jedoch wollte ich keine 30 € in einen simplen Herren-Haarschnitt investieren.
Was ich fand, war ein Frisör-Laden, der schon zu Beginn eine Überraschung parat hatte. Ganz wie bei der Bahn, muss man hier eine Wartemarke am Automaten ziehen. Auf einer "amtsüblichen" Nummerntafel wurden dann die Kunden aufgerufen.
Ich finde es eine coole Idee, denn so kann man klar sehen, wie viele Kunden noch vor einem dran sind, und ggf. den Einkauf in die "Wartezeit" legen. Nach nur 8 Kunden und ca. 30 Minuten Wartezet, wurden dann auch meine Haare wieder in Form gebracht.
Danach ging es ruhig und touri-mäßig weiter in Richtung "Berlin-Alexanderplatz". Die Stadt ist einfach überwältigend, auch wenn man sagen muss, dass nicht alles wirklich schön ist. Da ist zum Beispiel das "Alexxa" - ein Einkaufszentrum, dass von außen auf mich wie ein Gebäude aus einem Freizeitpark wirklt (Indoor-Achterbahn?).
Die massive rote Fassade wirkt auf mich einfach nur abschreckend. Innen ist es auch nach amerikanischem Muster fürchterlich steril, einfach eine Nummer zu perfekt.
Danach ging es ein wenig Richtung Spree, ein schattiges Plätzchen in einer Strandbar war mein Domizil für den frühen Nachmittag.
Danach noch schnell Einkaufen, und ab nach Hause, ein leichter Sonnenbrand hatte sich eingestellt und meine Haut brauchte etwas Beruhigung (kühle Dusche).
Nun genieße ich den Abend in einem Straßencafé in Berlin (Ecke Rosentheler Platz) und werde mich nur noch einmal von meinem Platz erheben - > wenn ich nach Hause gehe!




28.08.2010
Tja, ob Uschi da bekifft war, weiss ich nicht soo genau - hört und sieht si ch aber genau so an. Apr opos bekifft: [...]